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27.11.2005
K.u.k
Alles ist gepackt. Gleich geht es los in den Urlaub. Ich hoffe, dass der Flughafen Köln/Bonn eisfrei ist und ich problemlos abheben kann.
Ich melde mich dann mit meinen Urlaubserlebnissen und den heißesten Tipps und Hinweisen aus Ungarn.
24.11.2005
Urlaubsvorbereitungen
Nach fast drei Jahren Urlaubsabsitinenz fahre ich am Sonntag endlich für zwei Wochen nach Budapest. Ist zwar nicht wirklich der einladenste Ort im Noember. Aber ich freue mich trotzdem drauf. Je nachdem wie die Versorgung mit Internetcafes so in Bupdest ist, werde ich versuchen Bilder und Eindrücke "on-the-fly" hier zu veröffentlichen.
Aber vor den Spaß hat der liebe Gott die Arbeit gesetzt: Ich organisiere gerade alles mögliche: Versorgung der Blumen, Leeren des Briefkastens, was darf ich nicht vergessen mitzunehmen, wo stelle ich mein Autochen ab, gibt es ein Bügeleisen in der Wohnung? Also Millionen von Kleinigkeiten.
Aber wirklich wichtig wird nur meine Kreditkarte sein. Denn alles andere kann man vor Ort kaufen. Aber ich freue mcih sehr auf Burgberg und Fischerbastei und darauf, endlich mal Ruhe zu haben und den ganzen Tag nichts machen zu müssen.
23.11.2005
Kopf kalt...
... Füße warm, macht den reichsten Doktor arm.
Es ist wieder die Jahreszeit der Mützen angebrochen. Aber mich nerven Kopfbedeckungen meistens. Der liebe Gott hat mir lange, blonde, dicke Haare gegeben, die meinen Schädel anscheinend genug warmhalten. Aber damit nicht genug: Seit Jahren föhne ich mir die Haare nicht mehr. Sondern verlasse das Haus mit nassen Haaren. Was mir immer verwunderte Blicke einbringt. Aber irgendwie scheint mir das nicht zu schaden, sondern ich war seit Jahren nicht wirklich erkältet. Soviel zum Thema Ammenmärchen.
Aber heute ist wirklich schönes, knackig kaltes Wetter. Die Sonne scheint und so könnte es die kommenden Wochen bleiben - finde ich. Wenn nur nicht der Weihnachtsmarkt uns mit der Musikberieselung verwöhnen würde.
21.11.2005
Therminiert
Gestern war ich endlich mal wieder zum Extrementspannen in einer Sauna. Und zwar war es dieses mal die Niederrhein-Therme in Duisburg. Dies passierte ausnahmsweise mal in Begleitung eines netten, jugen Mannes. Nun ist es in Saunen ja zumeist so, dass man mal ganz gerne guckt. Davon nehme ich mich ja nicht aus.
In diesem Falle war es aber so, dass ich mir bzw wir uns unsicher sind, ob die anwesenden Herren nun mehr ihn oder mich beobachtet haben. Er berichtete von einigen erhellenden Gesprächen in der Dusche. Seitdem denke ich, dass wir da durch Zufall ein kleines Schwulenreservat mitten im Ruhrgebiet gestossen *kicher* sind.
Es war trotzdem ein wunderbarer Nachmittag. Herrlich warm und entspannend nach dem schweinekalten Samstag. Ich mußte doch tatsächlich den Weihnachstmarkt einweihen und einen Glühwein testen. War lecker und hat gewärmt. Und da ich vorher nichts gegessen hatte, hatte ich so ein weichen Lächeln hernach im Gesicht. Auf jeden Fall haben mich die Leute alle angelächelt.
17.11.2005
Memme?
Gesternabend habe ich gememmt. Ich bin ein Warmduscher. Denn ich habe dann doch die Heizung daheim erstmals aufgedreht. Es war aber auch wirklich zu kalt. Und wenn mir kalt ist, werde ich müde udn es zeiht mich gegen 19Uhr ins Bett. Aber ich hab es gestern tapfer bis zehn ausgehalten.
Mit Spannung wird die Eröffnung des Weihnatsmarktes erwartet, der ja hier vorm Fenster aufgebaut wird. Noch habe ich Lust auf Glühwein und Weihnachtsmusik. Vielleicht ändert sich das ja noch? Aber zwischendurch ist ja da noch mein Urlaub, der das unterbrechen wird.
16.11.2005
Besser als klingeln
Mir fällt täglich wieder auf was viel viel viel besser als eine Fahrradklingel ist: Nämlich meine gute alte Fahrradbremse. Denn das ist eine Trommelbremse und die quietscht höllisch, wenn man sie bedient. Sogar Hunde springen zur Seite - coole Sache das. Sollte jeder am Rad haben. Denn die Klingel klingt einfach viel zu freundlich.
15.11.2005
Büdchen
Der Advent naht in ganz großen Schritten. Nicht nur, dass ich die Bastelvorlagen für den Adventskalender für mein Schwesterchen nun fertig habe. Darüberhinaus werden vorm Bürofenster gerade die blauen Büdchen aufgebaut. Dann umwabert uns ab bald wohl der Duft von gebrannten Mandeln, Glühwein und Riefkooche.
14.11.2005
Letzte Klappe
Nun hab ich mir gestern extra den Abend freigehalten. Und hab mich im Nachhinein sehr geärgert, denn ich wäre lieber mit R. in die Sauna gegangen.
Gestern kam nämlich der letzte Saarbrücken tatort mit Jochen Senf. Den wollte ich eigentlich aus touristischer Neugier schauen und ein wenig Fernweh haben. Aber die Story war so krude und durcheinander und lieblos zusammengepfuscht, dass man es kaum aushalten konnte. Die Darsteller durch die Bank irgendwie unsymphatisch. Hat so gar keinen Spaß gemacht. Und es wurden auch keine schönen Stellen in SB gezeigt.
Am Buch hat J.Senf mitgewirkt - stand im Vorspann. Nachdem ich im Sommer eine Lesung von ihm aus einem deiner Romane gehört hatte, erkenne ich die wirre Erzählstruktur (kann man da von Struktur sprechen?) wieder. Zu viele Fragen bleiben offen. Zu ekelig ist das Dargestellte. Zu konstruiert die Geschichte.
Schade um den Abend. Schade um die vergeudete Sendezeit. Ich kann den SR irgendwie verstehen, dass die Palu nicht mehr als Kommissar haben wollen. Trotzdem bin ich neugierig, ob und wann es von dort was Neues gibt!
10.11.2005
Bar Tabac
Gestern haben wir nun endlich den Grund für die eskalierende Gewalt in den französischen Vororten gefunden: Vor einigen Monaten hat Frankreich die Tabaksteuer derart erhöht, dass die Schachtel Zigaretten nun bei 8Euro liegt.
Das kann sich natürlich kein französisches Ghetto-Kid mehr leisten. Und Nikotinentzug macht aggressiv. Womit als logische Konsequenz nun die Krawalle entstanden....
08.11.2005
Edelweißpriaten
Im Spiegel steht heute ein Artikel über die Edelweißpiraten. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Jugendlichen, die im dritten Reich Wiederstand leisteten. Details bitte dem Artikel entnehmen.
Aber ich habe natürlich nun wieder einen Ohrwurm. Denn da gibt es ein nettes Liedchen zu den Edelweißpiraten. Der Text ist vielleicht etwas angestaubt (..zerbrochenes Gewehr..), aber trotzdem schön.
Edelweißpiraten
Sie saßen oft am Märchensee beim Lagerfeuer.
Sie wollten leben, wie es ihnen gefiel.
Der neue Kurs im deutschen Land war nicht geheuer.
Sie wollten frei sein, mit Gesang, Gitarrenspiel.
Mit ihrer Kleidung nahmen sie’s nicht so genau.
Ganz offen trugen sie das Edelweiß zu Schau.
Und das war gut, sie hatten Mut.
Sie hatten nichts im Sinn mit braunen Nazihorden.
Sie hielten nichts von dem Geschrei vom "Heil und Sieg".
Was war denn nur aus ihrem Vaterland geworden?
Man schürte offen den verbrecherischen Krieg.
Da gab’s nur eins zu tun - befrei’n wir dieses Land.
Da durfte keiner ruh’n - wir leisten Widerstand.
Sie hatten Mut, und das war gut.
Vielleicht wird morgen schon eine neue Zeit anfangen.
Vielleicht ist morgen schon der Spuk vorbei.
Vielleicht wird morgen schon eine neue Zeit anfangen.
Vielleicht ist morgen schon der Spuk vorbei.
Da gab’s ‘nen Güterzug mit Kriegsnachschub und Waffen.
Und was man sonst noch braucht für einen Völkermord.
Da machten sie sich an den Gleisen kurz zu schaffen.
Der Zug erreichte niemals den Bestimmungsort.
Und Essensmarken vom Parteibüro der Stadt,
war’n plötzlich weg und Zwangsarbeiter wurden satt.
Sie hatten Mut, sie hatten Mut.
Sie glaubten fest daran, daß sie den Sieg erringen.
Sie glaubten fest daran, aus Schaden wird man klug.
Sie glaubten fest daran, als sie zum Galgen gingen.
Sie glaubten fest daran, als man sie vorher schlug.
Und diese Angst, die hinter jeder Folter steht,
die ist so groß, daß man den besten Freund verrät.
Versteht man gut, versteht man gut.
Vielleicht wird morgen schon eine neue Zeit anfangen.
Vielleicht ist morgen schon der Spuk vorbei.
Vielleicht wird morgen schon eine neue Zeit anfangen.
Vielleicht ist morgen schon der Spuk vorbei.
Sie stehen heute noch auf manchen Schwarzen Listen.
Ich möchte‘ fast sagen, heut‘ ist’s wieder mal soweit.
In Amt und Würden sitzen wieder mal Faschisten.
Und zum totalen Krieg ist mancher schon bereit.
Nur seh‘ ich Tausende, und das beruhigt mich sehr.
Die zeigen offen das zerbrochene Gewehr.
Denn das macht Mut, denn das macht Mut.
Vielleicht wird morgen schon eine neue Zeit anfangen.
Vielleicht ist morgen schon der Spuk vorbei.
Vielleicht wird morgen schon eine neue Zeit anfangen.
Vielleicht ist morgen schon der Spuk vorbei.
Und dann wird morgen schon eine neue Zeit anfangen.
Und dann ist morgen schon der Spuk vorbei.


