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26.06.2006
Kopfrechnen
Beim Herrn Medienjunkie gibt es zur Zeit einen Aufruf. Er bittet, dass man doch über seinen ersten Job schreiben solle, was ich hiermit auch gern machen will.
Mein erster Job hat viel mit Kopfrechnen zu tun. Durch Vermittlung unserer Nachbarin Frau H. gelangte ich an den Job bei meinem Chef N. Meine Aufgabe war es, auf Schützenfesten und Kirmessen Pommes&Bratwurst zu verkaufen. Der Lohn war sehr schwarz und gut. Nachteil waren die elenden Arbeitszeiten. Teilweise 20h am Stück und das auch noch nachts und am Wochenende. Aber andererseits war ich stets dort, wo eh der Bär steppte und meine Freunde waren. Und andererseits haben ein paar meiner Freundinnen Bier verkauft, was eine Symbiose ergab.
Weiterer Vorteil an den Arbeitszeiten: Während andere unter der Woche am Fließband malochten, konnte ich meinen Hintern am Baggerloch in die Sonne halten.
Bei der Arbeit hatten wir immer ziemlich viel Spaß, weil die Standbesetzung sich zumeist supergut verstanden hat. Übrigens hatten die meisten von uns Abitur..... Aber nach 8h Arbeit konnte man es ohne Alkohol nicht mehr ertragen. Somit wurde Bier/Cola-Cognac oder was weiß ich ausgepackt. Schließlich muß man sich ja seinen Gästen angleichen.
Weiterer Nachteil war die Geruchsbelastung. Denn der Pommesdampf und Bratwurstrauch zog einem unweigerlich in die Haare und die Klamotten. Das Currypulver färbt Kittel und Hände gelb. Und irgendwie vergeht einem der Hunger auf Pommes. (der sich inzwischen leider wieder eingestellt hat). Aber der Pommesdampf hat sich als guter Haarfestiger herausgestellt. Und Spliss hatte ich damals auch nicht, weil die Haare immer gut geölt wurden.
Noch heute hab ich den Dreh raus, wie gute Pommes gemacht werden und beim Grillen drückt man mir schnell die Zange in die Hand (obwohl ich Mädchen bin). Und angenehmster Nebeneffekt ist wohl, dass ich gut Kopfrechnen kann. Aber nur D-mark. Mit Euro klappt das nicht so gut.....
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danke fürs mitmachen, schöner bericht, wie die meisten anderen erfreulicherweise auch. mein zweiter job war eisverkaufen, wo ich ebenso viel kopfrechnen musste. hat sich bei mir aber nicht ausgezahlt. :-P
Veröffentlicht von: medienjunkie | 26.06.2006
Immer 'ne heisse Wurst und ggf. ein Bier ...nicht schlecht als Nebengratifikation. Ich konnte ja gerade mal Zeitung lesen oder ein Stück Stacheldraht fürs Abendessen mit nach Hause nehmen.. ;)
Veröffentlicht von: derdickemann | 26.06.2006


