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05.03.2007
No milk today
Der Titel des Eintrages ist ein wenig gelogen. Denn heute gibt es noch Milch. Aber bald nicht mehr.
Schon seit über 20 Jahren (Mama und ich diskutierten gerade wie lange genau) haben wir daheim die Milch direkt beim Bauern geholt. War ein wenig preiswerter als im Supermarkt, der Bauer konnte ein wenig an der Milchquote vorbeiproduzieren und hatte ein bißchen Taschengeld und alle waren glücklich. Das Besondere an der Milch ist, dass sie weder pasteurisiert noch homogenisiert ist.
Das hat zur Folge, dass sie sich nicht so lange hält, wie Supermarkt Milch. Und man schmeckt ihr die Bestandteile an: Also im Frühling schmeckt man es, wenn die Kühe wieder auf die Weide kommen und im Winter schmeckt man den Raps aus dem Futter durch. Und die Milch ist nicht entrahmt. Wenn sie länger steht, denn setzt sich oben der Rahm ab. Die Sahne muß dann abgeschöpft werden. Also alles recht rustikal.
Leider ist der Bauer G. erkrankt und wartet auf ein Spenderherz. Ich drücke ihm die Daumen. Die Familie hat alles Land verpachtet und wird demnächst dann auch die Milchkühe abschaffen. Schade.
Auch wenn Bauer G. wieder gesund werden sollte, wo wird er nie wieder als Bauer arbeiten können. Denn sein Imunsystem wird das nicht mitmachen.
Geniessen wir also die letzte Milch, die bei uns immer in leeren Wurstgläsern aufbewahrt wird. Diese haben nämlich exakt einen Liter Füllmenge (also die großen Gläser von den langen Würstchen) und können in der Spülmaschine gereinigt werden und passen in das Flaschenfach im Kühlschrank. Anfang holten wir die Milch sogar noch in einer Alu-Milchkanne.... *seufz* Das Ende einer Ära.


