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24.05.2007

Where the streets have no name

In jeder Stadt gibt es jede Menge Straßen. Man kann über den Daumen gepeilt sagen, dass in jeder Straße gut 100 Personen wohnen. Also hat eine Stadt mit 160000 Einwohnern ungefähr 1600 Straßen.
Diese Straßen tragen natürlich alle Namen und die Häuser darin sind durchnumeriert.
Im Zuge meiner Diplomarbeit habe ich mich mal sehr intensiv mit Straßennamen beschäftigt. Zum Beispiel gibt es ja Viertel mit ähnlichen Namen: Musikerviertel (Mozartstraße, Wangerweg, Brucknerallee...) oder Hanseviertel (Revaler Straße, Rostocker Straße....).

Das ist ja alles schön und gut. Aber so manche Straßennamen ärgern mich. Nämlich solche, die auf kein Formular passen (in Westfalen beliebt: “Anette-von-Droste-Hülshoff-Straße” oder “Friedrich-Wilhelm-Weber-Straße”). Sowas tut nicht wirklich Not.

Und dann gibt es noch Straßen mit Sonderzeichen drin, die einem das Leben nur unnötig schwer machen. Umlaute sind ja gebräuchlich. Aber französische Accents sind einfach nur doof.

Und so richtig unmöglich finde ich Straßennamen, die man jedes Mal buchstabieren muß. Also Straßen, die anders geschrieben werden, als man meint: Ich habe mal in der “Marie-Calm-Straße” gearbeitet. Das war Frust pur, weil man immer “Calm-mit”c”” sagen mußte. Oder wie mein Motorradschrauber (der auch Auslöser für dieses Posting war): Seine Werkstatt ist in der Linsellesstraße. Die Partnergemeinde der Stadt. Und der arme Herr Kantert muß jedes Mal diesen Namen buchstabieren, wenn er angerufen wird. Das kann doch keine wirkliche Lösung sein.

Übrigens finde ich Personennamen als Straßennamen irgendwie doof. Denn man weiß nie genau, was so eine Person denn noch aufm Kerbholz hat. Man erinnere sich an die ganzen “Karl-Marx-Straßen”. Oder “Hanns-Martin-Schleyer”, der ja auch keine ganz reine Weste hatte.

Straßen sollten nach Nachabrorten benannt sein. Oder Tieren. Oder Pflanzen. Oder von mir aus nach Berufen (Metzgerweg) und nicht nach komischen Frauennamen, die sich eh kein Mensch merken kann.

Mit meinem Straßennamen leide ich zur Zeit auch ein kleines Bißchen. Denn der wird ganz ganz ganz anders geschrieben, als er gesprochen wird. Für Menschen in MG ist die Schreibweise klar. Aber normale Bundesbürger sind hemmungslos überfordert.

Kommentarstatus

"Straße der Deutsch-Sowjetischen-Freundschaft", von Ansässigen gerne zur "Straße der DSF" verkürzt, sorgt auch gerne mal bei Menschen für Verwirrung, die bei "DSF" an einen sportorientierten deutschen Fernsehsender denken.

Ganz besonders hat traf's eine Firma im Osten, deren Straße (im eigens erschlossenen Gewerbegebiet) nach sich selbst benannt wurde. Nach der Trennung von der Kornzernmutter durfte auch deren Name nicht mehr verwendet werden, die Postanschrift lautete aber noch xyz-Technology-Straße. Es kostete die Firma dann reichlich Überredung, damit die Gemeinde die Straße dann nur in "Technology-Str." umbenennen wollte oder sollte...

Veröffentlicht von: Nik | 25.05.2007

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