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03.07.2007

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Ich hole mal ein wenig aus. Irgendwann in grauer Vorzeit waren da zwei Siedlungen am linken Niederrhein. Die eine Siedlung nannte sich Gladbach, die andere Rheydt. Weil diese beiden Siedlungen immer mehr zusammenwuchsen, wurde irgendwann beschlossen, dass aus ihnen doch eine Stadt werden würde. Da hatten die südlicheren Rheydter aber was gegen und setzten ihren Joker ein, so dass der Kelch vorerst an ihnen vorrüber ging.

Anfang der 70er Jahre war es dann aber unvermeidbar so weit. Aus Gladbach und Rheydt wurde Mönchengladbach. Die Stadt mit dem langen Namen. Noch heute gibt es eine Menge stolzer Rheydter, die sich nicht als Mönchengladbacher bezeichnen und sogar ein MG-RY *** Kennzeichen am Auto haben.

Im Laufe der Jahre sind in der Stadt zwei große Zentren gewachsen. Einmal in Gladbach um die Hindenburgstraße und in Rheydt um die Stresemannstraße. Die Stadt versucht laut Auftrag beide Zentren gleich zu behandeln. (Es gibt übrigens noch ein paar andere Unterzentren, die will ich hier aber außen vor lassen. Obwohl auch der Konstantinplatz seinen Reiz hat.)

Wie so viele Inennstädte haben auch Gladbach und Rheydt mit einigen Problemen zu kämpfen. Für Gladbach zeichnet sich im Moment eine Lösung ab: Anstelle des alten Musiktheaters soll ein großes Einkaufszentrum entstehen. Mit allem SchnickSchnack, der dazugehört und mit einer Umlegung der Straßen und so weiter.

Nun haben die Rheydter Kaufleute natürlich Angst, dass noch mehr Kaufkraft nach Gladbach abwandert. Die Rheydter Innenstadt ist wirklich nett. Man bekommt eigentlich alles, was man will. Einige nette Bistros mit Außenbestuhlung sind vorhanden. Aber leider schwinden aus diversen Gründen immer mehr Geschäfte. Stattdessen boomen hier nicht (nur) die Handyläden, sondern in erster Linie die  türkischen Gemüsehändler. Und die Spielhallen.

Mein Büro schaut direkt auf den Marktplatz von Rheydt und somit kriege ich das Elend täglich mit. Aber nun scheint sich etwas zu tun: http://www.innenstadtkonzept-rheydt.de Es soll unter Bürgerbeteiligung ein Innenstadtkonzept gebastelt werden.

In einm meiner letzten Einträge schireb ich von der unmöglichen Verkehrssituation: Das wäre schonmal ein guter Ansatz zur Verbesserung des Einkaufsklimas. Ich hoffe, dass daraus was wird, denn es wäre wirklich schade um Rheydt. 

 

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