26.02.2009
Großer Kopf in kleinem Ort.
Mönchengladbach ist nicht der Nabel der Welt. Aber manchmal ist in der Provinz dahinter dann doch ein intellektueller Höhepunkt.
Gesternabend waren E. und ich in Heinsberg, weil dort der Journalist Stefan Aust eine Lesung aus seinem Buch "Baader-Meinhof-Komplex" halten sollte. Ursprünglich sollte die Veranstaltung in einem örtlichen Buchladen stattfinden, wurde aber wegen des Andrangs in die Stadthalle verlegt. Es waren etwa 200 Leute dort. Ein großer Teil davon waren Oberstufenschüler mit ihren Lehrern... was ich begrüßensert finde.
Und eine Lesung aus dem Buch war es nicht. Eher ein Interview, das ein örtlicher Zeitungsredakteur(?) mit ihm gehalten hat. Auf jeden Fall fungierte dieser als Stichwortgeber. Aust wirkte sehr von sich eingenommen und fand sich so richtig toll - was sich auch in seiner sehr überheblichen Körperhaltung niederschlug. Das Publikum durftre auch Fragen stellen.
Nichtsdestotrotz waren seine Einblicke in den deutschen Herbst sehr interessant. Mittendrin statt nur dabei. Vieles, das im Film nur angeschnitten wurde, wurde weiter vertieft. Die Handelnden wurden stärker charakterisiert und Hintergründ beleuchtet. Wirklich sehr interessant.
Fazit: Alles in allem ein gelungener Abend. Heinsberg ist ein nettes Örtchen ganz ganz ganz tief im Westen. Der örtliche Grieche macht lecker Gyros. Und Stefan Aust ist arrogant.
Edit: Der Redakteur heißt Rainer Herwartz.
25.02.2009
Praktische Erfahrungen
Übrigens weiß ich jetzt, dass der Einwegpfanautomat nach 100 Flaschen von sich aus einen Bon druckt. Insgesamt waren es 140 Flaschen. War ein wirklich geiler Geburtstag von E., P. und DD..
24.02.2009
Eins Zwei....
...Polizei!
Nun wohne ich 2005 am Niederrhein und fahre seitdem auch regelmäßig nach Holland-Pünternell. Und heute nacht sind E. und ich das erste Mal auf dem Rückweg nach "Drogen und Alkohol" kontrolliert worden. Die Eins-Zwei-Polizei hat und kurz hinter der Grenze nach Deutschland angehalten und uns ein wenig intensiver angeschaut. Aber da wir leider weder Alkohol noch Drogen dabeihatten und auch diesbezüglich bisher nicht aufgefallen sind, ließen die uns einfach so wieder ziehen.
Aufgefallen sind wir übrigens, weil E.s Firmenwagen ein etwas fremdes Kennzeichen hat, das den Weg nicht plausibel macht.
23.02.2009
grau vs bunt
Während anderswo die Närrinnen und Narhallesen versuchen mit bunten Kostümen gegen das Grau anzustinken, geniessen E. und ich die Ruhe und versuchen die Zeit sinnvoll zu nutzen. So habe ich dann mal angefangen die Wohnzimmerfenster zu putzen. Denn das geht mit einer Blumenumräumaktion einher, die sich etwas länger hinzieht. Das ist draussen garnicht nebelig! *grins*
19.02.2009
Langeweilestöckchen
1. Würden Sie sich selbst heiraten?
Nööö, das wäre auf Dauer dann doch zu langweilig. Und wer staubsaugt dann bei uns?
2. Was richtet mehr Schaden an: schonungslose Aufrichtigkeit oder Unehrlichkeit?
Die Aufrichtigkeit verletzt mehr. Aber auf lange Sicht richtet sie wohl weniger Schaden an. Lügen fallen dann doch immer wieder auf einen selbst zurück.
3. Welchen Ersatz haben Sie für den Verlust ihrer Schönheit?
Gewinn an Weisheit und Gelassenheit.
4. Was tun Sie als erstes in einer fremden Stadt?
Stadplan kaufen/lesen. Und dann ne Buchhandlung aufsuchen. Wahlweise Kaffeetrinken. Oder alles auf einmal.
5. Sie müssen wählen: Ihr Heimatland für immer zu verlassen- oder es nie wieder verlassen zu können. Was tun Sie?
Ich bliebe hier. Denn anderswo wird es auch nicht besser sein als hier. Vielleicht das Wetter. Aber hier kenne ich mich aus und fühle mich seltsamerweise wohl. Trotz des Wetters!
6. Was denken Sie: haben sie den schönsten Tag ihres Lebens bereits hinter oder noch vor sich?
Hinter mir liegen sehr schöne Tage. Aber ich hoffe, dass da noch einges kommt.
7. Sie könnten eine Million für sich bekommen oder zehn Millionen für einen guten Zweck spenden.
In der idealen Welt: Die eine Mio nehmen, geschickt anlegen und den Gewinn verteilen.
8. Welcher Tag der Woche ist Ihnen der liebste?
Freitag: Wenig Arbeit im Büro.
9. Was finden Sie an sich banal?
Meinen trivialen Musikgeschmack.
10. Wonach riecht ihre Kindheit?
Landluft.
11. Welches Lied würden Sie ihrem liebsten Menschen vorsingen?
Oft nur zu gern "Aufstehn!" von SEEED.
12. Wofür würden Sie in zehn Jahren gern mehr Zeit haben?
Für meinen Schatz und mich.
13. Lachen Sie auch, wenn sie allein sind?
Allermeistens dann.
14. Haben Sie in ihrem Leben genug Liebe bekommen?
Kann man davon genug bekommen?
15. Wie sehen Sie sich auf alten Fotografien?
In sehr merkwürdigen Klamotten.
16. Würde Ihre Partnerschaft es überstehen, wenn einer von Ihnen für ein Jahr am anderen Ende der Welt leben würde?
Ich denke schon. Aber wer staubsaugt dann für mich?
17. Ist Erfolg eine Illusion?
Erfolg ist durchaus meßbar.
18. Haben Sie heute schon etwas geteilt?
Die Wäscheleine für seine und meine Unterwäsche.
19. Was wünschen Sie sich für Ihr Leben?
Mehr erholsamen Schlaf.
20. Macht es die Tatsache, dass Sie etwas vorher noch nie getan haben, reizvoller oder weniger reizvoll, sich darauf einzulassen?
Wenn man etwas zum ersten Mal macht, dann ist man oft verunsichert und kann die Sache garnicht richtig geniessen. Deshalb ist es reizvoller etwas schonmal gemacht zu haben und dann aber so richtig!
Lückentext - Bibel nach Biff
Zum Glück hatte ich das Buch vorher schon gelesen. Denn bei dem Hörbuch fehlen irgendwie gut die Hälfte des Buches. Gerade weil das Buch ziemlich kongenial von Hugo Egon Balder gelesen ist, ist das besonders ärgerlich.
Da ich die "Die Bibel nach Biff" auf dunklen Wegen per MP3 erhalten habe, wunderte ich mich, ob da nicht ein paar Dateichen fehlten. Aber laut Amazon sind diese gar nicht erst aufgenommen worden. Das ist ungefähr so, als man bei der Verfilmung des Herrn der Ringe einfach mal Die zwei Tüme weggelassen hätte und den Zuschauer sich die Geschichte hätte zusammenreimen lassen. Sehr sehr sehr ärgerlich das Ganze.
Müde....
Irgendwie bin ich im Moment müde. Tired of it all. Frühjahrsmüdigkeit? Antriebslosigkeit? Und dazu noch lauter Dinge, die nicht wirklich Spaß machen. Während der Rest des Niederrheins sich wie Hulle auf den Karneval freut, freue ich mich einfach nur auf mein Bett und eine große Portion Nichtstun.
Im Moment geniesse ich die Ruhe vor dem Sturm. Denn vorm Fenster ist eine komplette Kirmes aufgebaut. Und ich habe im Urin, dass gegen 11.11Uhr dort die Mussick losgehen wird. *stöhn* Und meine Laune wird das nicht wirklich bessern. *tusch*
18.02.2009
10 Jahre Ruhe
Demnächst soll es dann endlich mal in den Urlaub gehen. In meinem Kopf kreiste seit einiger Zeit der Gedanke, dass ich mal meinen Perso verlängern sollte. Und ich habe vorhin den neuen beantragt. Mit etwas Glück ist er bis zum Urlaub auch fertig (also in gut 3 Wochen). Mit Pech muß ich dann eben meinen Reisepaß benutzen. Geht ja auch.
In den Personalausweisen muß ja nun ein Bild sein, das gewissen Ansprüchen genügt. Also ohne Basecap oder breites Grinsen. Einen Vollbart habe ich sowieso nicht.... Und glücklicherweise paßt das Bild, dass ich noch in meinen Bewerbungsunterlagen rumliegen hatte. Und dieses Bild habe ich immerhin 2002 anfertigen lassen. Und es sieht mir immernoch sehr ähnlich! Und wurde auch anstandslos genommen.
Nun habe ich erstmal wieder 10 Jahre Ruhe.
17.02.2009
Pinnwand
Ich hab da mal was Neues gefunden. Eine eigene Pinnwand!
Unter http://www.pinnwand4u.de/trillian4 kann man nun Bilder mit einem Kommentar hochladen. Diese Bilder ergeben dann hoffenltich eine schöne Collage durch meine Leser! Ich wünsche euch viel Spaß dabei!
Frontallappen
Ein Bekannter von uns hat gerade große Probleme, weil er sich durch Gutmütigkeit in die Scheiße geritten hat. Weil er ein nette Kerl ist, unterstützt E. ihn mit Rat und Tat.
Soweit eigentlich sehr gut. Das eigentliche Problem ist aber, dass der gute Junge nicht einach mal die Klappe halten kann, sondern Jan und Jedermann von seinen Problemen erzählt und nicht - wie Dieter Nuhr schon sagte - einfach mal die Fresse hält. Denn mit seiner Vertrauensseligkeit und Geschwätzigkeit legt er sich gerade einen ziemlichen Rattenschwanz an Problemen zusätzlich zu.
Solange bei kleinen Kindern der Frontallappen im Gehirn noch nicht ausgebildet ist, können sie die Konsequenzen ihrer Handlung nicht wirklich absehen. Es gibt da dieses Experiment: Dem Kind wird eine Süßigkeit gegeben und gesagt, dass er die dreifache Menge bekäme, wenn er 10 Minuten abwarte und die eine Süßigkeit nicht äße. Natürlich kann er die eine sofort essen.
Je nach Entwicklungsstufe des Frontallappens macht sich das Kind sofort über die Leckerei her. Größere Kinder können abwarten.
Anscheinend fehlt dem Guten von oben diese Ausprägung und für ihn gilt das Motto: Wovon das Herz voll ist, davon geht der Mund über. Geheimnisse muß man bewahren können. Das ist eine wertvolle Tugend.


