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08.03.2009

Highway to hell!

Drehen wird das Rad der Zeit mal gut 15-20 Jahre zurück. Es ist irgendwann in den frühen 90ern und Frl.T. hat gerade eine ihrer intensivsten Zeiten bei den Pfadfindern. Neben der Gruppenleitung vor Ort habe ich nicht nur auf Landesebene gearbeitet, sondern auch in der sogenannten "AG Nord". Das war eine lockere Verbindung der nord-münsterländischen Pfadfinderstämme. Und zu diesem Zwecke traf man sich mehr oder weniger regelmäßig in Tecklenburg in der Jugendbildungsstätte. Um Pfadfinderarbeit zu machen. Und das zu tun, was Pfadis dann nach Feierabend so machen: Biertrinken, Spaß haben, singen, Dummsinn reden.
Damals fuhr ich einen uralten (Bj77), ehemals weißen, dieseligen, schrottigen, aber heiß geliebten MercedesBenz W123 220D. Der Wagen war Kult. In diesem Auto war ein Autoradio mit Kassettenspieler eingebaut (der wahrscheinlich den Wert des Wagens damals verdoppelte). Und in diesem steckten dann zu dieser Zeit selbstaufgenommene Kassetten. Hey! Wir sind in den frühen 90ern. Da war das so! Auf jeden Fall habe ich zu dieser Zeit wirklich viel Hardrock gehört: IronMaiden und eben AC/DC (so langsam mäandern wir zum Kern des Postings). Mein absolutes Lieblingsstück der australischen Rocker ist war und wird immer sein "The Jack". Was hat das nun mit Tecklenburg zu tun? Also, wir waren damals ein wenig strange drauf und fanden es sehr lustig auch Hardrockstücke auf der Klampfe zu intonieren. Unter anderem auch "The Jack".

Drehen wir das Rad der Zeit also mal wieder ins Heute. Bzw nach gestern. Denn gesternabend war es endlich so weit und der E. und Frl.T. eröffnten feierlich ihren Urlaub mit einem ersten Höhepunkt. Konzert von AC/DC() im ISS-Dome im malerischen Düsseldorf direkt am Mörsenbrucher Ei.

Die Karten waren schon lange gekauft, eine Vertretung für unsere normale Samstagsabendtätigkeit war gefunden und so konnte es dann losgehen. Wir waren richtig zeitig nach Ddorf aufgebrochen und die Hinfahrt und Autoparken hat superdupergut geklappt. Wie auch die ganze Organisation rund um die Halle wirklich reibungslos und vorbildlich lief. Also rein in die Halle (das obligatorische Abtasten fand übrigens nur durch Frauen statt!) und nach unserem Block suchen. Zuerst hat E. sich geärgert, weil er zwar Stehplatzkarten hatte, die sich aber auf der Tribüne befanden. Aber: Die Plätze waren absolut super genial, da sehr nah an der Bühne. Und Frl.T. hatte auch endlich mal die Chance auf dem Konzert zu verfolgen, was auf der Bühne stattfand. Das ging zum Beispiel bei Westernhagen nicht gar so gut. Vor Konzertbeginn haben wir noch eine standesgemäße Currywurst/Pommes vertilgt (die übrigens für sparsame 4,50 zu haben war) und so ging es dann wohlgestärkt in unseren Block. Noch bevor die Vorgruppe anfing zu spielen, hatten wir ein paar Differenzen mit den anwesenden Ordnern, die eine ziemliche Blockwartmentalität hatten. Sei's drum. Die Vorgruppe spielte tapfer (The Answer aus Belfast - deren Sänger legte einen Tanzstil zu Tage, gegen den die Bewegungen eines Jow Cocker wie TaiChi wirkten)(waren nicht toll, aber auch nicht schlecht - eine Vorgruppe halt). Und dann ging es los. Und zwar gleich mit einem wahrlichen Paukenschlag. Auf der obligatorischen Bühnenleinwand lief ein Flashfilmchen, in dem Angus eine Dampflol anfeuerte. Undeben diese Lok brach unter Feuerwerk und Rauchzischqualm auf die Bühne. Sehr beeindruckend. Und dann ging es ab. Aber so richtig mit allem Zipp und Zapp und Lärm und Spaß und und und und.... es war einfach nur super. Angus hat sich die Seele aus dem Leib gespielt bis an den Rande der Erschöpfung. Ich habe noch nie einen Musiker so in Extase gesehen. Brian Johnson hat sich durch die Lieder mit einer undheimlichen Präsenz gesungen und hatte den Saal fest im Griff. Allein das war schon fesselnd und beeindruckend und einfach nur toll! Garniert wurde es aber durch verschiedene Gimmicks, wie der Glocke bei HellsBells, an der Brian Tarzan spielte oder die aufgeblasende teragroße Gummipuppe, die auf der Lok ritt. Dazu dann noch Feuerwerk und eine ausgeklügelte bombastische Lightshow. Besonders kurios fand ich die leuchtenden Teufelshörnchen, die die Leute trugen. Denn diese wirkten in der großen dunklen Halle wie zwinkernde Raubtieraugen. Shire Khan auf dem Sprung....


So langsam gehen mir die Superlative aus. Es war ein rundum gelungener Abend. Ich bin tief beeindruckt und unheimlich froh, dass ich AC/DC auf einem Konzert sehen durfte. WAHNSINN!!!!

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