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24.04.2009

Frisch!

Da haben wir gestern mal wieder ein bißchen Kultur gemacht. Und zwar in der Stadtteilbibliothek hier in Rheydt. Vor ein paar Jahren hatte ich hier schonmal eine Lesung von Jochen Senf gehört, die aber nicht wirklich gut war.
Gestern sah die Sache etwas anders aus. Die Rheydter Krimiautorin Jutta Profijt, die sonst eher durch Krimis mit Mönchengladbacher Regionalbezug aufgefallen ist, hat ihren ersten Roman bei dtv veröffentlicht. Aus diesem Krimi hat sie gelesen.

Das Buch "Kühlfach 4" handelt von einem Pathologen (Martin Gänsewein), der eine Leiche (Pascha) obduziert, die als Geist plötzlich mit ihm spricht. Und diese Leiche will, dass ihr Tod untersucht wird. Denn was sich auf den ersten Blick als Unfall darstellt, ist in Wirklichkeit Mord.

Besonders reizvoll ist, dass der Geist in slangartiger Jugendsprache spricht, während der Pathologe sich sehr gewählt ausdrückt.

Übrigens hat der Pathologe ein Hobby, das auch ich teile und das ihn sehr sympathisch macht: Er sammelt Stadtpläne. *grins*

Frau Profijt ist eine tolle Frau, die ansprechend liest. Der Krimi ist sehr unterhaltsam und frei von zu krassen Thrillereffekten, wie sie E. gerne liest und die für mich too much sind. Also der ideale Sommerkrimi. Eine Fortsetzung ist geschrieben und wird wohl Ende des Jahres erscheinen.

Übrigens erwähnte die Autorin, dass das Buch auf der Frankfurter Buchmesse eines der meistgeklautesten war. Und dass die Diebstahlquote ein verlässlicher Hinweis auf den Verkaufserfolg eines Buches sei.

Wobei mir einfällt, dass "Trainspotting" von Irvine Welsh damit wirbt, dass es das meistgeklaute Buch sei.

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