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05.06.2009

Cooking spanish - Lesson One

Gestern habe ich dann endlich E.s Geburtstagsgeschenk eingelöst. Er hat mir nämlich eine Kochkurs geschenkt, in dem es um die Zubereitung von (spanischen) Tapas ging. Dieser Kurs fand hier in MG statt im Quartier XO (sehr sperriger Name für ein sehr schönes Objekt und Projekt). Nach eigenen Angaben eine der größten Kochschulen Deutschlands.

Auf jeden Fall habe ich mich gestern sehr knoblauchlastig knubbelig gefuttert und rolle heute ein wenig durch die Gegend.

Die Gruppe gestern war recht groß und man stand sich mit 17 Leuten dann doch ein wenig im Weg. Der Koch verbreitete eine ziemliche Hektik und Unruhe, war aber kompetent und hilfsbereit.

Die Küche war optimal vorbereitet: An jeden Arbeitsplatz waren alle Zutaten und Werkzeuge vorbereitet und mit einem Rezept versehen. Der Koch erklärte bei jedem Gericht, wie die Zubereitung funktioniert - was sich bei über 20 Leckereien dann doch etwas hinzog. Aber dann: ATTACKE! Und ich konnte sogar das Gericht zubereiten, das ich mir von vornherin auserkoren hatte: Hasenrückenspießchen. Denn ich liebe es so kleine Schweinereien auf Spießchen zu basteln *freu* Zwar bekommen wir die Rezepte erst demnächst per Mail zugestellt, aber trotzdem möchte ich dem geneigten Leser nicht die Anleitung (aus dem Kopf) vorenthalten. Zuerst wird der Hasenrücken in Mundgerechte Stücke geschnitten. Also etwa Wallnussgroß. Diese werden dann in einer Mischung in Sherry/Salz/Pfeffer mariniert und mit Thymian gewürzt. Währenddessen filetiert man eine Orange. (War meine Premiere: Ich dachte immer, dass das eine saumäßige Arbeit sei. Aber es geht eigentlich ganz flott). Diese werden dann mit Sherryessig und Salz/Pfeffer abgeschmekt. Aber irgendwie fehlte hier noch ein Pfiff an der Geschichte. Rosmarin? Ich muß da nochmal in mich gehen.
Dann werden die Hasenrückenstücke mit Oliven auf gewässerte Spießchen gefädelt. Fleisch-Olive-Fleisch-Olive-Fleisch. Und diese werden dann leckerschmecker angebraten in einer Pfanne. Der Bratensatz sah so lecker aus, dass ich die Orangenfilets hernach noch kurz mitangeschwenkt habe, um die Sauce schmackhafter zu machen. Die Spießchen werden dann mit der Sauce garniert serviert.

Während des Kochens gab es reichlich Wein und dann wurde serviert: Jeder bekam einen Vorspeisenteller mit 13 Köstlichkeiten... auch wenn einige köstlicher waren als andere. Diese wurden dann an einer großen Tafel eingenommen. Währenddessen räumten kleine Heinzelmännchen die Küche auf. Sehr praktisch!!!

Danach wurden die Hauptspeisen-Tapas auf einem Teller arrangiert. Auch diese waren köstlich, wenn auch sehr knoblauchlastig.
Der dazu gereichte Wein war bestimmt gut, aber nicht wirklich mein Fall, da zu tanninig. Irgendwie in Richtung Zinfandel - den mag ich einfach nicht.
Dazu gab es dann eine Kritik zu den Gerichten: Lob und Tadel waren gleich verteilt. Auch wenn man bei einigen Gerichten (Datteln im Speckmantel...) nicht viel verkehrt machen konnte. Und zum Schluß wurde lecker Espresso gereicht. Und E. hat mich ein wenig weinselig dann wieder eingesammelt und wunderte sich über meine Knoblauchfahne... ich durfte dann mit dem Rücken zu ihm schlafen *schmunzel*

Ich denke, dass ich dort noch weitere Kurse besuchen werde. Aber nur, wenn nicht mehr als 12 Leute anwesend sind.

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