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04.08.2009

Fruchtbarkeitstempel

Eigentlich wollte ich als Titel für diesen Beitrag ja P*mmelh*mmel schreiben. Aber das ist irgendwie zu pubertär.

Auf den Reiseseiten den SpOn wird auf zur Zeit über die anderen Seiten von Bangkok geschrieben. Wahrscheinlich haben die meisten den Artikel schon gelesen, da auch Herr Vetter ein paar hundert Blogs die A-Blogger-Straße rauf auf schon darüber berichtet hat.

Trotzdem will ich nicht die Gelegenheit verstreichen lassen, um den geneigten Leser dieser kleinen elektronischen Publikation davon zu erzählen, wie ich damals den Tempel der tausend Dildos selbst besucht hatte.

Damals bin ich mit meiner Freundin K. über Dubai nach Thailand geflogen. Bevor es weiter nach Phuket ging, haben wir uns ein paar Tage lang Bangkok angeschaut. Eine nach wie vor sehr sehr faszinierende Stadt. In irgendeinem Reiseführer fand K. dann einen Hinweis auf den Fruchtbarkeitstempel. Und da wir beide zu dem Zeitpunkt ziemlich unbemannt waren und diesen Zustand gerne geändert hätten, haben wir den Weg auf uns genommen.

Es war ziemlich schwer, das Hotel zu finden. Aber durch Zufall sind wir auch von der richtigen Seite aus dahingelangt: Nämlich vom Hintereingang an einem schlammigen Kong gelegen. Im südöstlichen Eckchen des Hotelgartens, direkt neben der Klimaanlage, findet man auf einmal unter ein paar Bäumen sehr viele Dildos in allen Größen und Farben. Zwischen wenigen Zentimetern und mehreren Meter. Diese sind zum Teil mit bunten Bändern geschmückt, die ihnen wohl im Erfolgsfall umgewickelt werden. Für einen Mitteleuropäer ein sehr gewöhnungsbedürftiger Anblick.

Alles in allem fand ich das Verhältnis der Thais zu ihrer Religion sehr faszinierend: In der Mittagspause mal eben in den Tempel huschen, ein paar Räucherstäbchen anzünden, ein wenig beten und dann wieder zurück in die nächste Konferenz. Und das alles im schicken Businesskostümchen (mit Strumpfhose bei 30° im Schatten). Wenn ich hier etwas vergleichbares machen würde, würde ich höchstwahrscheinlich ziemlich schräg angeschaut werden. Diese Selbstverständlichkeit, mit der der Glauben dort ausgelebt wird, fasziniert mich.

Leider habe ich zur Zeit keinen Flachbettscanner, so dass ich die Bilder dem geneigten Leser leider nicht online stellen kann. Aber die unterschieden sich nicht so sehr von denen im SpOn.

Ob's geholfen hat? Nunja - nicht sofort. Aber inzwischen stecken wir beide in schönen und liebevollen Beziehungen.

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