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24.11.2009

Bastelmode

Doch ja, mich gibt es noch. Aber ich bin im Moment genau wie das Wetter: Ziemlich uninspiriert.

Heute möchte ich den geneigten Leser aber mal an einemmeiner kruden Gedankengegänge teilhaben lassen: Bastelmodewellen.

In den vergangenen fast vierzig (*seufz*) Jahren schwappten so einige Bastelmoden über mich hinweg, die ich hier einfach mal aus Lust an der Nostalgie Revue passieren lassen möchte. Dabei erhebe ich - natürlich - keinen Anspruch an Vollständigkeit. Und bitte um Ergänzungen.

Ganz am Anfang stand für mich der Trend des Schmelzgranulat. Das sind kleine Plastikkügelchen, die sich im Backofen zu Platten verfestigen. Und man konnte bunte Muster (man beachte die zeitliche Nähe zu LSD) machen und irgendwelches Gedöns einbacken (z.B.Trockenblumen).

Dann kam die Zeit des Makramee. Aus erdfarbenen Hanf- und Sisalbänder knotet man (meisten aber Frau) gar lustige Wandbehänge und arbeitet Holzkugeln und Tonperlen ein. Gern in Form einer Eule.

Nahtlos schloß sich dann der Salzteig an. Wunderbare Kränze und allerlei Hinsteller entstanden so. Und natürlich mußte man den Teig naschen. Und natürlich war einem danach schlecht. Gern wurden knubbelgesichtige Bauern geknetet.

Weil Salzteig nunmal nicht wirklich strapazierfähig ist, kam als nächstes dann Fimo. Das ist eine Knetmasse, die im Backofen aushärtet. Wir haben damals sogar einen tollen VHS-Kurs besucht... Also wurden fleissig Broschen geknetet und Ohrringe und so weiter. Besonderer Clou waren damals handflächengroße, amorphe Gürtelschnallen, die mit allerlei Glitzerkram und Steinchen besetzt waren. *schauder* Es war die Zeit, in der man breite Gürtel _über_ dem Pulli trug, die im 90°Winkel geschlossen wurden....

Zwischendurch wurde dann auch kräftig Glas bemalt. Was noch mehr stank als das elende Fimo.

Irgendwann haben wir dann angefangen Sicherheitsnadeln aufzubiegen und darauf Glasperlen zu fädeln.

Dann wurde es plötzlich total in seine T-Shirts mit Stoffmalfarben zu bemalen. Da hab ich heute noch einige Exemplare, die ich eigentlich nach wie vor schön finde. Aber eher, weil es einfach schöne Bilder sind, denn aus modischen Gründen.

Dann kamen die Freundschaftsbänder und somit wieder eine Rückkehr des Makramee in anderer Form. Und andere Materialien. Im Lauf der Jahre habe ich da eine gewisse Fingerfertigkeit erreicht und schicke Dinge aus Stopfgarn geknüpft. Ein paar Jahre hatte man dann Ruhe, bis es Mode wurde, sich lustige Bändsel ins Haar zu flechten. Aber das war eher eine Wickeltechnik als knoten.

Und dann war da noch die Sache mit den Stofffetzen, die in Styroporkugel gedrückt wurden. Oder Patchwork.

Heute vertreiben sich die Frauen die Zeit mit Serviettentechnik. Mal schauen, was da als nächstes kommt.

Habe ich irgendeinen Trend übersehen?

 

Kommentarstatus

Serviettentechnik ist doch ein alter Hut. Kennst du Scrapbooks? Das ist jetzt angesagt.

Veröffentlicht von: Thilde | 25.11.2009

Scrapbooks sind für mich eine irgendwie total amerikanische Sache, die sich hier irgendwie noch nicht so richtig durchgesetzt hat.

Veröffentlicht von: trillian | 25.11.2009

Also ich war neulich in so einem "Kreativmarkt", und da gab es ganze Regale von dem Zoix. Sonst wäre ich ja auch nicht so auf dem neuesten Stand. (Hab auch drüber gebloggt: http://blog.thildkroete.de/index.php?/archives/616-Wunderbare-Warenwelt-Part-II.html)

Veröffentlicht von: Thilde | 25.11.2009

Das war mir bisher gar nicht bewusst! Vielen Dank für die Erklärung! Grüße! Klara

Veröffentlicht von: Klara | 10.12.2009

Die Kommentare sind geschlossen.