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12.01.2010

Die Sache mit dem Klößen

Kartoffelklöße sind in unserer Familie DAS Thema (neben den Markklößchen für die Suppe).

Mein Vater kam in Oberschlesien zur Welt und wir haben noch Verwandschaft dort. Und unsere Tante Elli hat meiner Mutter irgendwann mal gezeigt, wie man Kartoffelklöße macht. Seitdem hat meine Mutter in jahrelangen Versuchsreihen die Rezeptur verfeinert.

Zu Weihnachten lag nun unterm Baum eine Kartoffelpresse für mich. Also ein klares Zeichen, dass ich doch nun endlich auch mal selber Klößemachen lernen sollte. Und gestern trat ich dann mein Erbe an.
Das Rezept wurde telefonisch mit dem, was ich noch in Erinnerung hatte, abgeglichen und ich machte mich froh ans Werk.

Man nehme:
1kg mehlig kochende Kartoffeln.
1 Ei
Kartoffelmehl
Salz, Muskat.

Die Kartoffeln schälen und wie gewohnt mit etwas Salz kochen. Hierbei beachten, dass die Kartoffeln eher "al dente" denn zu matschig sind.
Die Kartoffeln möglichst heiß pressen. (was mit meiner neuen Presse primstens klappt).
Nun kommt der Trick: die Kartoffelmasse in der Schüssel vierteln und ein Viertel herausnehmen. Die entstandene Lücke durch Kartoffelmehl ersetzen. Die Masse aus 4/4 Kartoffeln und 1/4 Kartoffelmehl nun mit einem Ei, Salz und Muskat kräftig durchkneten. Die Kartoffelmasse muß möglichst heiß sein und den Teig muß man sehr gründlich kneten. *autsch*
Daraus nun schöne Klöße formen, die ungefähr die Größe eines Ei haben sollten.

Die Klöße dann in siedendes Wasser geben und wenn sie aufschwimmen sind sie gar.

Die ungekochten Klöße kannman übrigens bis zu vier Tage abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Oder sogar einfrieren.

...und sie waren sehr sehr lecker.

Apropos Kartoffelmehl:
Eben jenes hatte ich gestern Mittag vergessen einzukaufen. Also habe ich mich abends nochmal zu ALD* aufgemacht, die zwar Maisstärke, aber kein Kartoffelmehl haben. Kurz dahinter ist aber der sogenannte "MIX-Markt" - ein Supermarkt mit osteuropäischen Lebensmitteln. Wo, wenn nicht dort, bekommt man Kartoffelmehl? Der Laden ist wirklich drollig und hat Produkte im Sortiment, von denen ich noch nicht mal wußte, dass es sie überhaupt gibt. So waren mir getrocknete Kalamari bisher total unbekannt...
Übrigens schwört meine Mutter auf das aus Polen importierte Kartoffelmehl, dass die Verwandschaft bei Besuchen mitzubringen hat.

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