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10.11.2010

gelesen: David Nicholls

Wie schon letzte Woche angekündigt, will ich heute ein paar Worte verlieren über die Bücher von David Nicholls, die ich gerade gelesen habe.

Für gemeinhin lese ich andere Bücher als mein Mann. Während E. am liebste blutige Thriller verschlingt, lese ich lieber lustigere Kost.

Vor ein paar Monaten bin ich auf David Nicholls gestossen, der bei Amazon in den höchsten Tönen gepriesen wird. Sein Schreibstil erinnert sehr an den von Nick Hornby.

Von Nicholls gibt es im Moment drei Bücher auf deutsch, die ich nun alle gelesen habe: Zuerst "Ewiger Zweiter", dann "Keine weiteren Fragen" und nun "Zwei an einem Tag".

Das erste Buch "Ewiger Zweiter" fand ich richtig gut: Ein eher unbegabter Schauspieler verknallt sich in die Frau eines Starschauspielers und versucht sein Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen.

Das zweite von mir gelesene Buch "Keine weiteren Fragen"  fand ich hingegen doof. Ich habe es auch nicht wirklich zuende gelesen (vielleicht mache ich das noch). Das Buch handelt von einem Tollpatsch, der sein Studium anfängt und von einem Fettnäpfchen in das nächste stolpert: Er verliebt sich in die falsche Frau, trinkt zu viel Alkohol und macht irgendwie einfach alles verkehrt.
Und genau darin liegt mein Problem mit dem Buch: Ich schaue ungern Leuten beim Scheitern zu. Deshalb ist das Buch für mich unerträglich zu lesen.

Weil das erste Buch aber so gut war, habe ich mich dann doch noch an das dritte Buch gemacht: "Zwei an einem Tag" . Und dieses Buch begeistert auf jeder Seite. Es ist die Geschichte von zwei Menschen "Dexter" und "Emma", die sich am Ende ihres Studiums einen OneNightStand haben und irgendwie in Kontakt blieben. Das Besondere an der Sache ist, dass über 20 Jahre hinweg immer der selbe Tag beschrieben wird: Der 15.07. Man sieht den beiden beim Erwachsen- und dann beim Älterwerden zu. Sieht sie scheitern und sich wieder aufrappeln. Und auch, wie sie am Ende dann doch erfolgreich werden. Dieser Kniff erlaubt es die Entwicklung der Menschen über die 20 Jahre zu beleuchten, ohne dass es langweilig wird. Der Rest des Jahres wird jeweils in Rückblicken und Vorschauen zusammengefasst. Sehr unterhaltsam geschrieben und man gewinnt die Figuren echt lieb. Ich hätte gerne noch weitere zwanzig Jahre den Leuten beim Leben zugeguckt.

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