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07.04.2011

Die drei Katzen

Eigentlich soll man Tieren ja keine menschlichen Eigenschaften zuweisen. Aber heute will ich einfach mal über unsere drei Katzen erzählen, die irgendwie jede für sich einen eigenen Charakter haben.

Aber wie sind wir zu den Drei gekommen?
Für E. und mich war ziemlich schnell klar, dass wir gerne Katzen in unserem Haushalt hätten. Also haben wir einen Freund, der im Tierschutz sehr aktiv ist, um Vermittlung gebeten und wurden so mit Fritz und Feli beglückt. Die beiden stammen aus einem spanischen Tierheim in Denia und waren Geschwister. Zwei sehr niedliche, hübsche getigerte Katzen. Anfangs waren die beiden sehr sehr sehr scheu, aber wir haben uns aneinander gewöhnt im Lauf der Zeit. Fritz ist ein kräftiger Machokater, auch wenn er nicht sonderlich groß ist. Und Feli ein süßes Katzenmädchen mit wundervoll großen Augen.
Leider hat sie mit ihren großen Augen ein wenig zu lang ein herannahendes Auto angeguckt statt wegzulaufen und fand ihr Ende unter jenem.

Weil Fritzi daraufhin sehr seltsam wurde und es ihm garnicht gut bekam allein zu sein, haben wir nach einer Zweitkatze Ausschau gehalte. Und jener Freund vermittelte uns daraufhin den Columbus. Wieder ein getigerter Kater, aber mit einem dunkleren Fell. Und sehr groß und schlank. Und sehr sehr edel im Anblick.
Und da waren es wieder zwei.

Der Fritzi behauptete seine Vormachtstellung in der Katzenhierarchie und Columbi gewöhnte sich immer besser ein. Friede, Freude, Eierkuchen.

Aber Anfang des Jahres lief uns im allertiefsten Schnee die kleine Glückskatze Luzy zu. Wir fanden sie im Stadtwald. Keiner weiß, wie sie dorthin kam, aber sie lebt nun bei uns und hält die beiden Katers auf Trab.
Luzy ist ein sehr sehr süßes und zutrauliches Katzenmädchen. Während die Katers zwar die Nähe suchen und sich gerne neben (oder auf) einen legen zum Schlafen, so sitzt Luzy gerne auf unserem jeweiligen Schoß und lässt sich schmusen. Sie läßt sich auch auf den Arm nehmen und tragen - das ist mir bei Columbi bis heute nicht gelungen.

Die beiden Katers reagieren aber völlig unterschiedlich auf die Kleine. Während Columbi sich von ihrem Spieltrieb hat anstecken lassen, nicht mehr gar so phlegmatisch ist und gerne mit ihr rumtobt, reagiert Fritzi eher genervt auf Luzy. Luzy greift die Kater gerne (spielerisch) an. An Columbi perlt das ab. Aber Fritzi faucht zurück - und traut sich trotzdem nicht dem Mädchen mal eine zu verpassen und sie in die Schranken zu weisen.
So wird der Kater leider immer nervöser, weil Luzy ihn arg bedrängt. Das hat zur Folge, dass der eigentlich stubenreine Kater wieder anfängt in Ecken zu machen und die Gegend zu markieren. So langsam habe ich die Sache durch konsequente Putzerei und jede Menge Febreze (das wirkt erstaunlicherweise wirklich) wieder im Griff. Und die Katers wollen bei dem schönen Wetter auch wieder raus. Aber leider ist der Kater sehr sehr unentspannt.

So haben wir also drei Charakterköpfe: Die kleine, freche Luzy (der Schrecken der Straße), die aber sehr anhänglich und verschmust ist. Der große, freundliche Columbi - gerne auch genannt: Piratenbärchenshaolinkater (denn er ist moppelig geworden, hatte zwischendurch mal eine kleine Verletzung am Auge und zwinkerte immer damit und ist geduldig wie ein Shaolinmönch). Und dann noch der hübsche, genervte Fritzi mt dem weichen Fell.
Und es tut mir so leid, dass ich ihm nicht wirklich bei seinem Kampf gegen Luzy helfen kann. Aber wir geben unser bestes. Denn griffbereit liegt eine Wasserpistole, mit der wir Luzy einen Spritz verpassen, sobald sie ihn wieder ärgert. Das zeigt erste Früchte! Wir kriegen das schon hin.
Ich möchte keine von den drei Katzen missen, sie sind mir wirklich ans Herz gewachsen.

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