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13.06.2011

tierischer Hausbesuch

Eigentlich sollte das ein sonniger und ruhiger und entspannter Sonntagnachmittag werden. Die Sonne schien und die Katzen flitzten über den Hof. Ich putzte ein wenig rum, sssssurfte ein bißchen im Internet und guckte, was im TV so vor sich hin flimmerte. Also eigentlich alles so, wie es sein sollte.

Der E. weillt derweil ausserhaus und so lag eigentlich ein ruhiger Nachmittag vor mir. Einziger Plan: Eine Runde mit der Schwalbe drehen.

Auf dem Weg zur Küche sehe ich plötzlich etwa ungewöhnliches auf der Treppe. Denn Luzy spielt mit etwas Felligem. Und dieses Fellige ist eindeutig größer als die Spitzmäuse, die sich die Katzen sonst als Spielkameraden mitbringen. Und eindeutig ist das Fell auch beigfarbener, als das einer Maus. Und für einen Hamster ist die Schnauze eindeutig zu lang. Also: eins und eins und eins gleich RATTE! PAAAAANIK. Das zarte Katzenmädchen hat eine Ratte ins Haus geschleppt. Zur Hüüüüüülfe!!! In mir steigt Panik auf und ich greife zum Telefon und zitiere meinen Mann herbei. In der Zwischenzeit versuche ich die Katzen abzulenken und schaffe es, die Kater im Wohnzimmer einzusperren. Aber Luzy läßt sich von ihrer Beute nicht ablenken. Also fliehe ich in die Küche - Tür zu - und lenke mich mit ein wenig Arbeit ab. Kurz drauf erscheint dann zum Glück der E. und erschlägt das Ungeziefer mutig mit einer Schaufel im Flur. Zum Glück ohne großes Blutvergiessen.

Luzy ist ziemlich beleidigt, dass ihr ihr Spielzeug weggenommen wurde.

Daraufhin haben wir ein wenig Nachforschung betrieben, wo denn mitten in der Rheydter Innenstadt am hellerlichten Tage eine Ratte auftauchen kann. Aber die Spuren sind schnell gefunden.

Der geneigte Leser dieses Blogs wird sich daran erinnern, dass Ende Januar mein Auto auf dem Hof ein wenig in den Asphalt eingebrochen ist. Nachzulesen hier. Im Laufe der vergangenen Woche hat unser Vermieter das Loch ausgebuddelt und wieder verdichtet. Sobald sich der Sand etwas gesetzt hatte, wollte er es dann mit Beton abdichten. Sonntagnachmittag fanden sich am Rande des Lochs dann zwei Löcher mit dem Durchmesser eines Tennisballs. Es scheint sich um Rattenlöcher zu handeln.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das Loch im Januar aufgetan hat, weil die Ratten dort unten ein Gangsystem errichtet haben, dass zusammenbrach. Nachdem das Loch aufgebuddelt wurde, hatte es ziemlich heftig geregnet. Vielleicht ist der Bau überschwemmt worden und trieb die Ratten nach oben.

Am Anfang der Woche wird unser Vermieter dann den Kammerjäger rufen und sich eingehend informieren. In der Zwischenzeit beobachten wir unsere feliden Hausgenossen ein wenig, damit sie nicht wieder unerwünschte Gäste mitbringen.

Und die Schwalbentour am Nachmittag habe ich dann trotzdem noch gemacht. Hat Spaß gemacht!

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